December 12 2016 by David Tuck

Erholsamer Schlaf – das ganze Jahr

Eines steht fest: Wir brauchen ausreichend Schlaf, egal ob draußen Winter oder Sommer ist. Dies in die Tat umzusetzen ist oft jedoch leichter gesagt als getan. Denn die Zahl der Tageslicht-Stunden, die Temperatur und die Art von Aktivitäten, die wir ausüben, beeinflussen unsere Schlafqualität – alles Faktoren, die sich je nach Jahreszeit ändern.

Im Hochsommer haben wir rund siebzehn Stunden Tageslicht. Im Winter sind es nur siebeneinhalb. Jedes Jahr muss sich unser Körper auf den unvermeidlichen Wechsel einstellen zwischen Sonnenstrahlen, die uns morgens wachkitzeln, und dunklen Wintermorgenden, an denen wir uns weiter einkuscheln wollen. Kein Wunder, dass unser Schlafrhythmus unterbrochen wird!

Professor Paul Gringas, Schlafforscher am Londoner Guy’s and St Thomas-Krankenhaus, rät davon ab, die Schlafroutine drastisch an die Jahreszeiten anzupassen. Besser ist es, das Schlafzimmer mit ein paar simplen Tricks und Kniffen sommer- oder winterfreundlich zu machen – damit du das ganze Jahr über erholt aufwachen kannst.

Das Höhlenprinzip

Dein Schlafzimmer sollte eine neutrale und konstante Temperatur haben, sodass du weder schwitzen noch frieren musst – 18,5 bis 20 Grad Celsius sind ideal. Halte den Raum kühl, ruhig und dunkel, genau wie eine Höhle.

Kühler Kopf, warme Füße

Rund drei Stunden nach dem Einschlafen sinkt die Körpertemperatur um ein paar Grad, aber dies bedeutet nicht, dass wir ein kaltes Zimmer zum Einschlafen brauchen. Unser Kopf und unsere Füße haben sehr unterschiedliche Ansprüche in Sachen Schlaftemperatur. Eine gute Durchblutung hält unsere Hände und Füße warm und fördert den Schlaf. Dicke Socken und Unterwäsche sind hervorragende Schlafhelfer im Winter. Andererseits solltest du im wahrsten Sinne des Wortes einen kühlen Kopf bewahren, um den Körper in den Ruhemodus zu bringen.

Frische Luft

Solange es einbruchsicher und nicht zu laut ist, lasse nachts ein Fenster offenstehen. In den wärmeren Monaten empfiehlt es sich, das Fenster erst abends zu öffnen, wenn die Luft draußen kühler ist. Sogar im Winter kann es angenehm sein, das Fenster einen Spalt offenzulassen, um die Zimmertemperatur zu regulieren und den Luftaustausch zu fördern. Allergiker sollten unbedingt ein Pollengitter befestigen oder die Fenster lieber geschlossen halten, denn eine verstopfte Nase und Atembeschwerden machen einen erholsamen Schlaf so gut wie unmöglich.

Je dunkler, desto besser

Lichtundurchlässige Gardinen oder Rollos helfen dir dabei, in den Sommermonaten nicht zu früh geweckt zu werden. Auch der grelle Schein von Bildschirmen bringt abends die innere Uhr aus dem Takt und verhindert, dass der Körper zur Ruhe kommt. Telefon, iPad und Fernseher sollten am besten aus dem Schlafzimmer verbannt werden.


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